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Funkamateur werden

Wie kann ich Funkamateur werden?

Mitmachen kann jeder!
Amateurfunksendungen dürfen auch von Nicht-Funkamateuren gehört werden. Für Sendebetrieb ist jedoch ein Rufzeichen erforderlich. Dieses erteilt die Bundesnetzagentur nach einer erfolgreich abgelegten Amateurfunkprüfung.

Der DARC e.V. bietet über seine Ortsverbände jährlich viele Ausbildungskurse an. Bei diesen erlangt man die hierfür erforderlichen Kenntnisse: Technik und Betriebstechnik sowie Gesetze und Vorschriften. Außerdem dürfen Funkamateure mit einem speziellen Ausbildungsrufzeichen „Funklehrlinge“ unter diesem Rufzeichen funken lassen. So finden auch Sie einen leichten Einstieg zum Mitfunken! Wo und wann es diese Ausbildungskurse gibt, erfahren Sie unter www.darc.de/newcomer

www.funken-lernen.de
Das FUNKEN-LERNEN Team veranstaltet 3 überregionale Amateurfunkkurse pro Jahr: einen Klasse E Kurs für Jugendliche im Alter von 12-23 Jahren und je einen Fernkurs der Klasse A bzw. E mit Intensivwoche (Präsenzphase in einer Jugendherberge) für alle Altersgruppen.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.funken-lernen.de

Sprechfunk und Telegrafie
Die Kurzwelle bietet weltweiten Funkverkehr. Mit einem dünnen Antennendraht im Garten können Sie nicht nur bei Funkverbindungen geografische, sondern auch Ihre sprachlichen Kenntnisse vertiefen. Funkamateure aus Japan, den USA, ja sogar aus Neuseeland liegen „gleich um die Ecke“. Dazu genügt möglicherweise schon die Energie einer Taschenlampe. Ganz andere Antennenformen und Funkbedingungen sind auf Ultrakurzwelle anzutreffen. Eine direkte Funkverbindung über hunderte von Kilometern zählt hier schon zu den großen Erfolgen.

Datenfunk per Computer
Lange bevor es drahtlose Computernetzwerke oder Handys gab, war Deutschland bereits vernetzt! In das so genannte „Packet-Radio“-Netzwerk loggen sich teilnehmende Funkamateure lokal ein und tauschen Informationen und Dateien aus. Ein Computer ist Voraussetzung!

Satellitenfunk
Funkamateure haben eigene Satelliten, beispielsweise AMSATOSCAR 40. Dieser Amateurfunksatellit hat ein Experiment an Bord, mit dem erstmals nachgewiesen werden konnte, dass GPS (Global Positioning System) auch im Weltraum nutzbar ist. Eine von Funkamateuren entwickelte Technik ermöglicht außerdem Funkverbindungen rund um den Globus. Auch auf der Internationalen Raumstation ISS befindet sich eine Amateurfunkstation von der immer wieder Funkkontakte mit Schulen stattfinden.

Bildübertragung
Funkamateure betreiben eigene Fernsehsender. Sie haben praktisch jeden Tag eine Video-Funk-Konferenz. Von Funkamateuren gebaute Umsetzer, auf hochgelegenen Standorten installiert, erlauben Reichweiten von 50 bis 100 Kilometern. Den Gesprächspartner nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen, verleiht dieser Betriebsart den besonderen „Kick“.

Umgang mit Elektronik
Das alte C-Mobilfunknetz ist abgeschaltet. Moderne Handys haben ihrem Vorgängernetz den Rang abgelaufen. Und die alten Telefone? Sie werden von Funkamateuren umgebaut! Mit diesen modifizierten Geräten kann man mehrere hundert Kilometer überbrücken – ohne Verbindungsgebühren. Die amtliche Amateurfunkgenehmigung berechtigt ihren Inhaber, Amateurfunkgeräte selbst zu bauen und zu betreiben. Übertragen auf den Straßenverkehr würde das bedeuten, dass der Inhaber eines Führerscheins sein Auto nicht nur fahren, sondern auch bauen und im Straßenverkehr betreiben darf.

Amateurfunk in Zahlen
Weltweit gibt es über 2.000.000 Funkamateure. Ungefähr 80.000 davon in Deutschland. Etwa zwei Drittel sind Mitglied im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V., dem Bundesverband für Amateurfunk. Der DARC gliedert sich in mehr als 1000 Ortsverbände. Davon ist einer in Ihrer Nähe!